Zukunft der EU-Politik gestalten:
10. Selbstverwaltungsforum in Kolobrzeg

02.- 03.06.2014

Das Selbstverwaltungsforum fand vom 2.-3. Juni 2014 zum zehnten Mal in Kolobrzeg statt. Ziel dieses jährlichen Forums ist ein offener Austausch von Erfahrungen, Analysen und Trends zwischen Vertretern der polnischen und internationalen Regierungen, des EU-Parlaments, Landes- und Kommunalregierungen, sowie Experten aus Wissenschaftszentren und der regionalen Wirtschaft. In diesem Jahr lag der thematische Schwerpunkt auf der besonderen Bedeutung von Regionalregierungsstrukturen, ihren Entwicklungsmöglichkeiten und der Stärkung der ihrer internationalen Zusammenarbeit.

Das zweitägige Forum widmete sich dem Thema „10 Jahre polnische Selbstverwaltung in der Europäischen Union“. Im Plenum und auf mehreren Podiumsdiskussionen konzentrierten sich die Betrachtungen inhaltlich sowohl auf Erfolge und Chancen, als auch auf Herausforderungen, die aus der Mitgliedschaft Polens in der Europäischen Union resultieren. 

Die zentralen Themen der Diskussionen waren:

  • Die Auswirkungen der EU-Mitgliedschaft – mit Blick auf ein Europa der Regionen 
  • Selbstverwaltung in Europa. Der Ort und die Rolle der Europäischen Selbstverwaltung bei der Gestaltung der künftigen EU-Politik 
  • Europa der Regionen und ihre Finanzen

Das Forum wurde vom Marshallamt der Region Westpommern in Stettin organisiert. Zu den Teilnehmern gehörten Regierungsvertreter der Republik Polen, des Europäischen Parlaments, der Regionalregierungen sowie Vertreter der wichtigsten akademischen Zentren Polens, des Ostseeraums und Osteuropas. Als Ehrengäste waren darüber hinaus Stanislaw Gawloski, PhD - Staatssekretär des Umweltministeriums und Staffan Herrström, schwedischer Botschafter in Polen, geladen.

Als Vertreter Mecklenburg-Vorpommerns war das HIE-RO Institut in Kołobrzeg mit den Wirtschaftswissenschaftlern Professor Gerald Braun, Pawel Warszycki und Justin Sismey vertreten. Professor Braun hielt auf dem 2. Panel einen Vortrag über die Rolle der Regional-regierungen in Europa. Sein Beitrag über den "Ort und die Rolle der europäischen Regional-regierungen bei der Gestaltung der künftigen EU-Politik" fokussierte auf drei Themen: 

  • Die wichtigsten Herausforderungen für die EU-Regionalpolitik. Nachbesserungen scheinen unverzichtbar. Besteht Reformbedarf für die EU?
  • Der EU-Haushalt und seine Herausforderungen für Europa. Was bedeutet das für die Regionen? Die Entwicklung der regionalen Regierungen unter finanziellen Einschränkungen
  • Die Rolle der regionalen Regierungen in Polen nach 2020.

Neben den formalen Diskussionen und Plenardebatten bestanden für die Teilnehmer diverse Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme mit lokalen, regionalen und europäischen Vertretern aus dem öffentlichen Sektor und der Privatwirtschaft.

Das HIE-RO Institut wurde 1996 gegründet. Seine Kernkompetenzen liegen in den Bereichen Unternehmertum und Ausgründungstraining, Studien zur Regionalentwicklung und Evaluationen von Förderprogrammen. 

 

 

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